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Die Geschichte Biebesheim

Nach bisherigen Erkenntnissen haben erstmals in der Jungsteinzeit im fünften Jahrtausend v. Chr. Menschen auf Biebesheimer Boden als Bauern gelebt.

Erst im Urkundenbuch "Lorscher Codex" wird Biebesheim im 12. Jahrhundert erwähnt. Damaliger Name: "Bubensheim".

In Biebesheim gab es ein großes Fischwasser (Budde), das dem Kloster Lorsch gehörte. Erzbischof Wernher von Mainz belehnte 1272 damit Graf Dieter von Katzenelenbogen, der dort eine Wasserburg baute.

Biebesheim gehörte zum Landgericht zum "Hohlen Galgen", bzw. "Erfelder Cent", zu dem 13 Dörfer zählten. Besitzer der Gerichts- und Hinrichtungsstätte waren die Brüder Albert und Gerhard von Wolfskehlen, die 1252 ihre Rechte an Mainz verkauften und sie wieder als Lehen erhielten.


Biebesheim wird um 1460 dem Amte Dornberg unterstellt, bei dem es bis 1832 geblieben ist. 1473 kam Biebesheim in den Besitz der Grafen von Katzenelenbogen. Das Dorf wurde von Dornberg aus regiert. Als Dornberg an den hessischen Landgrafen Heinrich III. fiel, wurde Biebesheim hessisch und ist es geblieben.

Zwischen 1572 und 1574 wurde die
Biebesheimer Schule und evangelische Kirche gebaut.








1628 zählte Biebesheim 560 Einwohner, hatte 116 Wohnhäuser. Während des 30jährigen Krieges wurde Biebesheim 1635 in Schutt und Asche gelegt. Nur 33 Häuser und 90 Einwohner hatten die Katastrophe überstanden.




1829 hatte das Dorf bereits 178 Wohnhäuser und 1156 Einwohner, die überwiegend in der Landwirtschaft arbeiteten.

1869 wird die Ried-Eisenbahn Darmstadt-Gernsheim
eröffnet und Biebesheim erhält eine Bahnstation.



1875 wird der erste Zuchtviehmarkt abgehalten, der heute als "Biebesheimer Markt" gefeiert wird.



Vor dem 1. Weltkrieg waren es 2320 Einwohner die in 423 Häusern lebten. Davon waren 2260 evangelisch, 33 katholisch und 27 jüdischen Glaubens.

Bei Ausbruch des 2. Weltkrieges zählte der Ort
 2710 Einwohner.





Englische Bomber haben im August 1941 Biebesheim angegriffen.


Am 25. März 1945 wird Biebesheim kampflos durch die Soldaten der US-Army eingenommen.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges kamen nahezu 1000
Menschen als Evakuierte aus den Großstädten und aus deutschen
Ostgebieten nach Biebesheim. Der Ort hatte nun 3635
Einwohner und 566 Wohnhäuser.


Nach der Währungsreform entwickelte sich die Gemeinde weiter:
neue Ortsteile und Straßenzüge entstanden. Die Neubürger
wurden eingegliedert. Die Gemeinde entwickelte sich aus der
Landwirtschaft über Handwerk und Handel zu einer
Industriegemeinde.



Bei der Gebietsreform 1977 hat Biebesheim seine kommunale
Selbständigkeit behalten
.