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Studien: Internet gehört zum Alltag in deutschen Haushalten
Laut einer Verbraucherstudie des Marktforschungsunternehmens Forrester gehen mittlerweile 44 Prozent der deutschen Bevölkerung ins Internet,
insbesondere wenn für die Kaufentscheidung oder Reisebuchung Produkt- und Preisinformationen fehlen, Software und Musik gewünscht oder Bankgeschäfte getätigt werden. Die Internetnutzung verändere die Informations-
und Kommunikationsgewohnheiten der Menschen maßgeblich. Forrester zufolge verfügen über 29 Millionen Verbraucher in Deutschland über einen Internetanschluss in den eigenen vier Wänden, 31 Prozent bevorzugen fürs
Surfen schnelle ISDN-Verbindungen, Zahlen für DSL nannte Forrester nicht. Im privaten Gebrauch führten die schnelleren Internetanschlüsse dazu, dass mehr Zeit pro Woche online verbracht wird und mehr Leistungen in
Anspruch genommen werden. Die überwiegend männlichen Internetnutzer sind jung, gebildet, wohlhabend sowie technologie- und karriereorientiert und setzen der Studie zufolge in erster Linie auf den deutschen Provider
T-Online (38 Prozent), gefolgt von AOL (18 Prozent) und freenet.de (16 Prozent). Ein Drittel aller Internetnutzer soll über das Internet einkaufen. Auch wenn die Ware online gekauft wird, erfolgt die Bezahlung der
Ware hauptsächlich per Rechnung und Überweisung - nur knapp jeder achte Verbraucher zahlt bereits online. Forrester-Analyst Mihajlo Hadzi-Stevic führt dies unter anderem auf die erfolgreichen Katalogversandhäuser
wie Otto Versand und Quelle zurück, die es begrüßen, wenn ihre Kunden per Rechnung zahlen. Positive Signale setze die zunehmende Erfahrung der Onlinekäufer insbesondere für die Onlineeinzelhändler, die Bücher und
Musik, Software, Veranstaltungskarten und Kleidung anbieten. Mit zwei und mehr Jahren Onlinekauferfahrung würden Kaufhäufigkeit und die Ausgaben pro Einkauf signifikant steigen. Internetnutzer verfügen laut
Forrester deutlich häufiger über Finanzprodukte als Personen, die das Internet bisher nicht nutzen: Neben Girokonten (89 Prozent), allgemeinen Versicherungen (75 Prozent), Sparbüchern (68 Prozent) sowie
Lebensversicherungen (61 Prozent) besäßen knapp doppelt so viele Internetnutzer Kreditkarten (43 Prozent), Investmentfonds (43 Prozent) sowie Aktien (36 Prozent) als "Internetmuffel". Im Gegensatz zum
Onlinebanking, das mittlerweile 22 Prozent aller Deutschen nutzen würden, bliebe der Onlineaktienhandel mit 4 Prozent jedoch weiterhin ein Nischenmarkt. Viele Verbraucher sollen zufrieden mit ihrer Bank sein und
sich gegen Onlinebanking vor allem aus Sicherheitsgründen aussprechen. Ungeachtet des enormen Wertverlustes, den der Neue Markt dieses Jahr hinnehmen musste, verzeichnen die Schlüsseltechnologien im Konsumentenmarkt
wie Computer, Handys und Digitalgeräte ein zweistelliges Wachstum. Während drei Viertel aller Deutschen ein Handy besitzen und 60 Prozent der Haushalte mit einem PC ausgestattet sind, haben DVD-Geräte seit 1999 mit
einer jährlichen Wachstumsrate von 183 Prozent und Digitalkameras mit 72 Prozent einen wahren Käuferboom ausgelöst, betont Forrester. Im Rahmen der Verbraucher Studie "Germany November 2001 Data Overview"
wurden im April und Mai 2001 4.102 Verbraucher im Alter von über 16 Jahren befragt. Um einen repräsentativen demographischen Querschnitt der deutschen Erwachsenenbevölkerung zu gewährleisten, wurden die Ergebnisse
nach Alter, Geschlecht, Einkommen, Bildung, Haushaltsgröße und Region gewichtet. Die Studie soll einen repräsentativen Überblick über die Ausstattung mit digitalen Medien und Zugangsgeräten, die Mediennutzung für
verschiedene Informationen, die Kauf- und Zahlungsgewohnheiten im Internet, die Bedeutung von Onlinefinanzdienstleistungen sowie die Rolle des Internets beim Autokauf geben.
Ein Monat ohne Internet Für die meisten Deutschen undenkbar
Surfen macht süchtig: Für 71 Prozent der deutschen Internet-Nutzer wäre es mittlerweile ein Verlust, einen Monat lang ohne das Internet auskommen
zu müssen. Zu diesem Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Fittkau & Maaß in einer Umfrage. E-Mails würden 41 Prozent der Befragten am meisten fehlen. Aktuelle Informationen, Nachrichten und das Internet
als Recherche-Instrument würden 42 Prozent der Nutzer vermissen. Auch Online-Auktionen scheinen einen immer höheren Stellenwert zu erlangen: Für immerhin vier Prozent der Befragten wäre eine einmonatige Trennung von
der Auktionsplattform eBay ein Verlust. Überall verfügbar sein muss das Internet nach Ansicht der Surfer allerdings trotzdem nicht. Nur acht Prozent der Befragten interessieren sich für technische Visionen wie den
"Internet-Kühlschrank" oder andere vernetzte Hausgeräte. Für einen Internet-Zugang über den Fernseher würde sich immerhin rund ein Drittel (33 Prozent) der Befragten interessieren. Attraktiv finden die
Befragten hingegen den Internetzugang über öffentliche Wireless-LANs (WLANs), den es mittlerweile in einigen Innenstädten, Hotels oder auf Bahnhöfen gibt. Acht Prozent der Befragten haben mit einem Notebook und
WLAN-Karte ausgerüstet schon einmal so einen öffentlichen Funk-Einwahlknoten ins Internet ausprobiert, fünf Prozent dieser Anwender sogar schon häufiger.
Für die Studie wurden rund 95 000 deutschsprachige Surfer befragt.
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